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Krippeneingewöhnung Part 2

Die Eingewöhnung in die Krippe ist nun mehr oder weniger abgeschlossen. In diesem 2. Teil berichte ich euch wie das Thema Krippeneingewöhnung nach unserem Urlaub weiter voran gegangen ist. Nach unserem durchaus guten Start, bin ich doch überrascht, dass es nicht ganz so glatt läuft. Kommt und steigt ein in die Achterbahn unserer Emotionen und Gefühle der letzten 4 Wochen. Von einigen Tränen, um sich Geschlage und Getrete sowie freudenstrahlenden Erzählungen des Tages in der Krippe, ist alles mit dabei.

Kurz zu unserem Krippenplatz: Minnie hat einen Ganztagsplatz da es leider gar nicht leicht ist einen Halbtagsplatz zu bekommen. Ihre Betreuungszeit ist von 8 bis 17 Uhr. In ihrer Gruppe sind noch 11 andere Kids und drei allerliebste Erzieherinnen kümmern sich um die wilde Schaar.

Der Rückschritt

Voller Vorfreude auf die Krippe, zumindest meinerseits, kommen wir aus unserem Mallorcaurlaub zurück. Doch wir erleben den ganz großen Rückschritt in Minnies Krippeneingewöhnung. Ganz anders als in ‚Krippeneingewöhnung Part 1‘ werden nun ganz viele Tränen geweint. Wie vor dem Urlaub versuche ich meine Tochter an der Tür zum Gruppenraum zu verabschieden. Das funktioniert allerdings so gar nicht. Ich bin in ihrem Klammergriff gefangen und Erzieherin Lili schlägt mir vor, heute noch einmal mit in den Gruppenraum zu gehen. Gesagt, getan und Minnie weicht mir nicht von der Seite. Die erste Zeit sitzt sie nur auf meinem Schoß und als sie sich traut mit einigen Spielsachen zu spielen, kommt sie immer wieder zu mir gelaufen. So extrem hat sie sich selbst am allerersten Tag der Krippeneingewöhnung nicht an mich gekettet. Nach ca. zwei Stunden verlassen wir die Krippe gemeinsam. Rückblickend muss ich erwähnen, dass die Minnie an diesem Tag wohl gesundheitlich etwas angeschlagen war. Krankheit trägt eher nicht dazu bei sich mal eine Zeitlang von Mama zu trennen und das können wir Mamis doch auch wirklich gut versehen.

Wir tasten uns langsam, Stück für Stück vor

Nach einem ungewollt langen Wochenende, ein blöder Virus macht uns das Leben schwer, können wir endlich wieder voll in den Krippenalltag starten. Am nun erneuten, ersten Tag bleibe ich wieder eine Stunde mit im Gruppenraum. Das aller erste Mal ohne ‚Nein‘ seitens der Minnie, darf ich nach dieser Stunde den Raum verlassen. Nach einer weiteren Stunde hole ich meine Maus wieder ab. Sie freut sich sehr und schließt mich in ihre Arme.

Die nächste Woche schaffen wir jeden Tag ein bisschen mehr, bis ich mich wieder direkt an der Türe verabschiede. Mal mehr, mal weniger nörgelig lässt mich die Kleine gehen. Ich verlasse die heiligen Hallen jedoch noch nicht und halte mich im Elternbereich der Kita auf. Könnte doch immer etwas sein und ich fühle mich besser, wenn ich direkt zur Stelle sein kann. Bis heute wurde ich jedoch noch kein einziges Mal ‚zurück gerufen‘.

Irgendwann bleibt die Minnie schon bis kurz vorm Mittagsschlaf in der Krippe. Die Kids haben ihr Lunch, ziehen sich die Schlafanzüge an und putzen sich die Zähne. Nach dem Zähneputzen stehe ich schon im Flur um meine Minnie einzusammeln. Die anderen Kinder bilden eine Schlage und laufen hintereinander in den Schlafraum. ‚Eine lange Schlage, oh wie schön. Wir wollen in den Schlafraum geh’n.‘ Minnie wirkt jetzt oft hin und her gerissen ob sie mit mir heim gehen soll oder lieber noch in der Krippe bleiben möchte.

Minnies erster Krippenausflug

Der erste Ausflug mit der Krippe steht an. Ziel: Tierpark. Ich bin sehr aufgeregt. Am Abend vorher suche ich Minnies Rucksack heraus und mache mir Gedanken, was ich ihr alles zum Essen und Trinken mitgeben kann. Mit voll gepacktem Rucksack, als Minnie ihn anzieht schmeißt sie’s erstmal um, geht es am Freitagmorgen, dem 5. Mai zur Krippe. Jetzt schnell noch die Matschhose und Matschjacke angezogen und zum Sammelpunkt marschiert. Ein Bus wartet schon auf die Kids. Es kann los gehen. Tja, und ich? Für mich geht es jetzt heim. Das allererste Mal verlasse ich die Krippe um meine Tochter dort erst um 15 Uhr wieder abzuholen. Hin und her gerissen zwischen Aufregung, Sorge um mein Baby angesichts der langen Trennung und der Überlegung, was ich nun mit der gewonnenen Me-Time anstellen soll, schlendere ich zur U-Bahn Station. Die Zeit vergeht jedoch schneller als gedacht und ich schaffe nur die Hälfte der Dinge, die ich mir vorgenommen habe. Kurz vor 15 Uhr komme ich bei der Krippe an. Der Bus fährt gerade vor und ich bin schon total gespannt in welcher Verfassung die Minnie ist und auf den Bericht von Lili zu diesem Tag. Minnie ist einfach nur glücklich. Sie strahlt. Es war wohl alles bestens, das Lunchpaket wurde fast vollständig vertilgt. Minnie ist viel gelaufen und wollte nur am Ende im 6-Sitzer geschoben werden. Meine Tochter selbst erzählt mir wir toll der Spielplatz war und welche Tiere sie gesehen hat. Geschlafen hat sie keine Sekunde, was ich aber auch nicht angenommen habe, schließlich kenne ich mein Kind.

Schlaf Kindchen Schlaf

Am auf den Ausflugsfreitag folgenden Montag kann ich meine Minnie auf Grund eines Termins erst ein bisschen später abholen. Als ich endlich da bin, läuft sie mir weinend in die Arme. Da nun mal alle Kids um 12 Uhr in die Bettchen klettern, wird Minnie nach dem Zähneputzen mit in den abgedunkelten Schlafraum genommen. Das ist ihr dann allerdings ein bisschen too much und sie ist heilfroh als ich endlich erscheine. Minnie wird bis heute fast ausschließlich von mir oder ihrem Papa ins Bett gebracht. Von Anfang an habe ich Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass sie in der Krippe sehr bald schon von jemand anderem ausser uns ins Bett gebracht wird. Wie geahnt kommt sie mit dieser neuen Situation erst nicht wirklich klar. Bevor sie nun also selbst ihren Mittagsschlaf in der Krippe macht, bringt sie die Kinder am nächsten Tag mit ins Bett um sich langsam zu gewöhnen. Und siehe da, an stelle der gestrigen Tränen blitzt heute der pure Stolz aus ihrem Blick. Lili meint, nun sei sie bereit morgen auch mit schlafen zu gehen. Meine Tochter macht und braucht bis auf seltene Ausnahmen seit langem schon keinen Mittagsschlaf mehr. Ob sich das hier wohl ändern wird?

Morgens ist es für Minnie seit ein paar Tagen wieder schwerer mich gehen zu lassen. Ich kann euch sagen, mein Mamaherz blutet, wenn sie mir ihre Ärmchen so doll um den Hals schlingt, dass ich sie nicht ‚abschütteln‘ kann. Daheim erkläre ich ihr noch einmal, dass ich sie immer, IMMER wieder abhole. Schon am nächsten Tag ist die Verlustangst wieder minimiert und die Trennung klappt tränenlos. Sie hat einen guten Tag und damit haben die Erzieherinnen die besten Voraussetzungen ihr Glück mit der Mittagsschalfroutine zu versuchen. Und die Erzieherinnen haben Glück oder Geschick oder wie auch immer. Minnie fragt kurz vor dem Schlafengehen, ‚Wann kommt Mama?‘ und Lili sagt, ‚Wenn du geschlafen hast und aufgewacht bist.‘ Nach ein wenig Zetern weil es im Raum zu dunkel ist, schläft sie doch bald ein. Das Rollo wurde vorher natürlich noch einen Spalt geöffnet und Lili hockt beim einschlafen neben Minnie. Am 09.05.2017 macht meine Minnie also ihren ersten Mittagsschlaf ohne, dass Mama oder Papa sie ins Bett bringen und hinzu in einem ungewohnt neuen Bett.

Ist die Eingewöhnung nun abgeschlossen?

Die kommenden Tage verlaufen nun sehr ähnlich und ich kann sagen, wir sind wohl im Krippenalltag angekommen. Allerdings heißt das natürlich nicht, dass Minnie nun jeden Tag freudestrahlend in den Gruppenraum läuft und ganz locker den ganzen Tag bis nachmittags dort verbringt. Es gibt Tage an denen schaffe ich es morgens kaum sie in ihre Jacke und Schuhe zu bekommen, weil sie 1. momentan aus Trotz einfach gerne NEIN sagt und/oder sie 2. gern bei Mama und Papa bleiben möchte. Einmal hat sie auch schon, als ich mich verabschiede, wild um sich getreten und geschlagen. Die Klammeräffchen-Nummer kennt ihr ja bereits. Als Mama bin ich da logischerweise extrem hin und her gerissen. ‚Soll ich sie heute einfach mal daheim lassen?‘ ‚Ist das mit der Krippe eventuell doch noch zu früh?‘ Diese Gefühle sind einfach da. Ihre Kämpfchen am Morgen sind aber oft auch eine echte Show. Sobald sie sich umdreht, lacht sie schon drauf los und ist Feuer und Flamme dafür ins Spielparadies abzutauchen. Die Eingewöhnung im Sinne der Trennung von Eltern und Kind über einen bestimmten Zeitraum ist abgeschlossen. An vieles in der Krippe selbst, wie beispielsweise das Mittagessen, was eben manchmal nicht nach Minnies Geschmack ist, muss sie sich sicher noch gewöhnen.

Jedes Mal wenn ich Minnie am Nachmittag von der Krippe abhole, wirkt sie ausgeglichen und glücklich. In der Krippe werden so viele wunderbare Dinge mit den Kindern unternommen, was ich ihr so daheim gar nicht bieten kann. Allein das Spielen mit den anderen Kids liebt sie total und am Wochenende fragt sie nun jeden Tag, was wir denn heute machen und wen wir treffen.  An ihrem sozialen verhalten hat sich also einiges geändert. Minnie geht sehr gerne auf andere Kinder zu und spricht diese an. Vor einigen Wochen noch war sie ein schüchternes, zurückhaltendes Mädchen. Die Erzieherinnen berichten mir, dass Minnie immer bei allem voll mit dabei ist. Zu Anfang hat sie sich immer noch an eine der drei Erzieherinnen gehalten, während sie nun wohl auch selbstständig oder mit den anderen Kindern spielt. Ich freue mich so für meine Tochter. Manchmal habe ich zwar Zweifel, kann euch aber heute sagen, dass ein Leben mit Kinderbetreuung die richtige Entscheidung für uns ist. Die Zeit die wir um den Krippenalltag herum zu zweit oder als Familie haben, ist sehr besonders und einfach wunderschön. Alles was ich so erledigen muss oder will, lege ich mir in die nun neu gewonnene Me-Time. Die Mama-Tochter-Zeit können wir zwei so für wichtigeres, wie Spielplatz, Freunde treffen, zusammen spielen, oder, oder, oder nutzen. Jedenfalls meistens.

Und bei euch so?

Jetzt würde ich gerne einmal eure Erfahrungen in Sachen Eingewöhnung in Krippe, Kindergarten oder Kita hören. Ähnlich wie bei uns oder ganz anders?

Hier gehts übrigens zum Beitrag über Part 1 der Krippeneingewöhnung.

 

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Minnies Schlafgeschichte – Baby- & Kleinkindschlaf

„Sieh nur die Sterne, der Tag schläft schon ein…“, singe ich beim ins Bett bringen unserer kleinen Minnie. Der Schlaf von Babys und Kleinkindern ist bei uns Eltern ein großes Thema. Oft werde ich gefragt: Wie läuft das bei euch so mit dem Schlafen? Schläft die Kleine schon durch? Habt ihr ein Familienbett oder schläft eure Tochter in ihrem eigenen Bett? Wann ist bei euch „Bettgehzeit“ angesagt und wie lang schläft Minnie am Morgen?  Und, und, und… Das Thema Mittagsschlaf ist natürlich auch nicht zu vergessen. Jedes Kind ist anders und hat seine ganz persönlichen Bedürfnisse, sowie dessen Eltern. In diesem Blogpost möchte ich euch berichten, wie das mit Minnies Schlaf in den letzten zwei Jahren war und ist. Viel Spaß beim Lesen, Vergleichen und evtl. inspirieren Lassen.

Aller Anfang ist schwer

Die Geschichte beginnt in der Nacht nach Minnies Geburt. Mit dieser wird uns schlagartig so richtig klar, was es heißt nachts nicht mehr einfach schlafen zu können, wenn man müde ist. Es ist ja nicht so, dass wir von dieser Begleiterscheinung des Kinderkriegens nie zuvor gehört hätten, aber wirklich deutlich wird es einem erst wenn man es am eigenen Leib erfahren darf. Minnie schreit, wir sind total aufgeregt und so sind die vier Nächte im Krankenhaus echt kurz. Als wir Heim kommen wird es nicht wirklich besser. Zwar ist es viel schöner im heimeligen Bett, dafür gibt es hier aber keine Krankenschwester, die uns auch nachts mit Rat und Tat zur Seite steht. Wir sind auf uns allein gestellt und ich sag ganz ehrlich, ich hab etwas Muffensausen.  Als ‚Mom To Be‘ wurde ich regelrecht bombardiert mit den ganzen Ratschlägen, wie und wo Babys schlafen sollen und wie und wo eben nicht. Und hier stehen wir also, wir, die kleine, frisch gebackene Familie, daheim in der ersten Nacht, die langsam aber sicher über uns hereinbricht. Wir machen uns bettfertig und ich lege die Minnie in ihren Kinderwagen. Ich schukkel und schukkel sie und ganz lieb schläft mein Baby auch bald ein. Papa sagt ich soll das Licht aus machen und jetzt auch einfach schlafen. Leichter gesagt als getan! Ich bin ganz aufgedreht und frage mich ständig, ob die Minnie noch atmet und ob es ihr gut geht. Sie ist so still und ich in der Dunkelheit kann ich nicht sehen, ob sie sich bewegt… Und dann geht das Geschrei auch schon los, Minnie ist wieder wach und hat Hunger. Ich stille sie, bis sie einschläft und will sie wieder in den Wagen legen. Tja, Minnie will aber nicht im Wagen liegen. Sie will auch nicht im Beistellbettchen liegen. Sie will bei und an mir sein und das am liebsten rund um die Uhr. Abwechselnd schaukeln Papa und ich sie im Arm, tragen sie den Flur rauf und runter und meist ist die Milchbar in Betrieb. Wir hoffen immer wieder sie einfach irgendwo ablegen zu können, was aber kaum einmal möglich ist. So geht es ca. eine Woche und dann mögen und können sowohl ich als auch der Papa nicht mehr. Eine Lösung muss her und bei uns heißt sie Familienbett.

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Unser Familienbett

Das Familienbett funktioniert für uns super gut. Ich kann die Minnie zum Stillen einfach zu mir heran ziehen und dabei mit ihr einschlafen, um mir so viel Schlaf wie möglich zu holen. Entgegen der vielen Warnungen ist das einfach UNSERE Lösung. Anfangs haben wir noch Angst  und ein schlechtes Gewissen. Ich lege immer das Stillkissen zwischen Papa und Minnie. So hat er einen Puffer und rollt nicht aus Versehen auf sie drauf. Schnell merke ich aber, dass ich jetzt als Mama einen so leichten Schlaf habe, dass ich bei jeder kleinsten Bewegung oder jedem noch so leisem Geräusch hellwach bin. Mutter Natur hat einen richtigen Wachhund aus mir gemacht. Bald schon kann ich mich, wenn ich die Minnie abends zum Einschlafen in unserem Bett gestillt habe, ganz leise aus dem Zimmer schleichen. Papa und ich genießen die Abende zu zweit, was als Paar für uns total wichtig ist. Wir haben zudem das Pucken für uns und vor allem für Minnie entdeckt. Eingewickelt in dem 120x120cm großen Swaddle-Tuch von Aden+Anais, schläft sie einfach ruhiger und wird nicht jedes mal wach, wenn sie sich im Schlaf erschreckt. Ein gefütterter Fußsack, den ich ihr bis zur Brust hoch ziehe, löst das Pucktuch irgendwann ab. Unser Familienbett funktioniert bis Minnie ca. 7 Monate alt ist. Jetzt ist sie plötzlich viel mobiler und dreht sich wie ein kleiner Propeller durch das ganze Bett. Ich habe immer Angst sie fällt heraus, wenn ich nicht neben ihr liegen bleibe und meine zwei Brüste voll Milch reichen auch nicht mehr als Einschlafroutine. Ich habe nachts mittlerweile nur noch 30 cm Platz zum Schlafen, weil Minnie immer näher an mich heran gekuschelt kommt. Irgendwann reicht’s mir, so kann ich nicht schlafen. Wir kommen auf die Idee ihr Babybett aus ihrem Zimmer in unser Schlafzimmer zu verfrachten. Ich versuche sie, wenn sie (nach langem noch durchs Familienbett tollen) eingeschlafen ist, in ihr Gitterbettchen zu legen. Klappt leider nicht wirklich gut. Sie ist es eben nicht gewöhnt allein zu schlafen.

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Minnie lernt Schlafen

Wie so oft ziehe ich, nun in Sachen „Schlafsituation“, meine Mama zu Rate. Sie empfiehlt mir das Buch „Jedes Kind kann schlafen lernen“ von Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth. Meine jüngste Schwester hat nach dieser Methode das Ein- und Durchschlafen gelernt und meine Mama war begeistert. Von anderen Bekannten und Freundinnen höre ich auch von vielen positiven Erfahrungen damit. Bei nächster Gelegenheit wird das Buch also gekauft und von mir durchgelesen. Wir probieren das ganze aus und zwar beim nächsten Besuch bei meiner Mama. Den Entschluss fasse ich, weil ich einfach nur noch fix und fertig bin. Ich lege die Minnie in ihr Kinderbett, streichle sie und sage ihr, dass sie jetzt schön schlafen kann und sie ja ganz müde ist. Daraufhin verlasse ich das Zimmer. Minnie fängt an zu weinen und nach 2 Minuten, für mich eine gefühlte Ewigkeit, geht meine Mama zu ihr hin und beruhigt sie, redet ihr gut zu, streichelt sie und verlässt dann nach zwei Minuten wieder das Zimmer. Das wiederholt sie noch zwei Mal und dann ist die Minnie, ich kann es kaum fassen, eingeschlafen. Ich sag euch ganz ehrlich, für mich war dieses erste Mal emotional nur schwer zu überstehen. Vor lauter positiver Überraschung aber, ziehe ich die Methode jetzt bei jedem mal Schlafengehen streng durch. Klar höre ich meine Minnie gar nicht gerne weinen und es tut mir in der Seele weh, aber da muss ich jetzt durch. Die Kleine würde es total verwirren wenn ich jetzt plötzlich „weich werde“ und sie wieder in unser Bett hole. Das Weinen beim ins Bett bringen wird von Tag zu Tag weniger und nach kurzer Zeit muss ich nur noch ein oder kein Mal wieder in ihr Zimmer gehen. In ihrem eigenen Bett schläft die Minnie viel ruhiger als zwischen Mama und Papa. Sie wird nicht ständig von unseren Bewegungen wach und will auch nur noch selten nachts gestillt werden. Nach 4 Nächten schläft sie sogar ihre erste Nacht komplett durch. Ich konnte es gar nicht glauben. Ihr Hungerrhythmus verschiebt sich ganz automatisch, sodass sie jetzt tagsüber natürlich öfter gestillt werden will und Nachts gar nicht mehr. Zum Saugen in der Nacht hat sie ein paar Schnuller im Bett liegen, die sie sich mit ihren 7 Monaten schon allein in den Mund stecken kann. Wir sind total stolz auf unsere kleine Tochter! Nach ein paar Monaten gibt sie uns schon zu verstehen wenn sie müde ist und in ihr Bett möchte. Ihr eigenes Bett ist ihr wirklich heilig geworden. Natürlich gibt es auch immer mal Ausnahmen wo sie länger zum Einschlafen braucht oder mal nachts wach wird, aber wem geht das nicht so?!

Kleiner Einschub an dieser Stelle: Ich weiß, die Methode aus dem genannten Buch ist umstritten und einige von euch stöhnen wahrscheinlich auf während sie das hier lesen. Ich möchte betonen, dass ich der Meinung bin, dass jeder selbst entscheiden muss, wie er oder sie mit dem eigenen Kind verfährt. Dieser Blogpost erzählt Minnies ganz persönliche Schlafgeschichte und ist kein Leitfaden für den Baby- und/oder Kleinkindschlaf. Ich freue mich natürlich, wenn ich euch mit meinen Erfahrungen helfen kann.

Heute wenden wir, falls die Minnie mal nicht bald nach dem Gute-Nacht-Sagen schlafen mag und noch ‚Alarm‘ macht, auch die Methode an. Mit ihren fast zwei Jahren überlegt sie sich nun aber wirklich interessante Dinge um uns dazu zu bewegen nochmal in ihr Zimmer zu kommen. Das fing zum Beispiel vor ein paar Monaten damit an, dass sie einfach all ihre Schnullis aus dem Bett wirft. Aktuell ganz oben im Kurs steht das komplette Entkleiden. Sie schafft es in Windeseile ihren Schlafsack oben aufzuknöpfen, sich daraus freizustrampeln, im Anschluss den Schlafanzug aufzuknöpfen um schließlich den Body unten aufzuziehen und, wenn wir Pech haben, die Windel auszuziehen. Na Bravo… wir durften also letztens schon das erste Mal das Bett komplett neu beziehen. 😉 (Das ist eine der Situationen über die wir als Eltern, natürlich erst wenn wir wieder zu zweit auf der Couch sitzen, herzlich lachen. Raffiniertes, kleines Menschlein! 🙂 ) Übrigens, wenn Minnie schlecht träumt oder kränkelt, darf sie sich selbstverständlich auch zu Mama und Papa ins Bett kuscheln. Meistens aber kann sie bei uns dann gar nicht schlafen, wälzt sich herum und sehnt sich nach ihrem eigenen Bett. Einer von uns fragt sie nach ein paar Minuten, ob sie wieder in ihr Bett will und ihre Antwort heißt fast immer „Ja!“. Dann bringen wir die Minnie rüber und sie weiß es sehr zu schätzen „in Ruhe“ schlafen zu können. Wir natürlich auch!

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Bett-geh Rituale

Unser ins Bett Gehen am Abend sieht, je nachdem ob Mama oder Papa die Minnie ins Bett bringt, etwas unterschiedlich aus. Ich erzähl euch mal von meiner Variante: Nach dem allabendlichen Zähneputzen bekommt Papa noch einen Gutenacht-Kuss. Ins Minnies Zimmer hab ich schon das Licht, bis auf die Nachtlampe, die sich über der Wickelkommode dreht, aus gemacht. Beim Schlummerlicht wickel ich meine große Kleine und ziehe ihr den Schlafanzug an. Während ich ihr den Schlafsack anziehe singe ich oft schon das Schlaflied. Ist sie allerdings noch nicht ganz so müde, lesen wir noch ihr Gute-Nacht Buch: „Nur noch kurz die Ohren kraulen?“ von Jörg Mühle. Hier kann sie dem kleinen Hasenkind beim ins Bett gehen helfen. Minnie macht das total gerne. Sobald sie bettfertig ist, nehme ich sie auf meinen Arm und mache mit ihr zusammen das Rollo und die Vorhänge am Fenster zu. Kurz winken wir noch dem Tag zur guten Nacht und wünschen  den Fischen und der Krake auf der Lampe schöne Träume. Alle Lichter im Zimmer sind aus, nur das Licht aus dem Flur scheint durch einen Spalt in Minnies Zimmer. Sie kuschelt sich in ihr Bett und erzähle ihr noch von unserem Tag und frage sie, was wir erlebt haben. Nach ein paar Gutenacht-Küssen gehe ich auch schon aus dem Zimmer. Lustiger geht das ins Bett Bringen mit Minnies Papa zu. Da schaut dann noch das kleine Eichhörnchen bei ihr vorbei und hüpft von der Wickelkommode zum Bett und schaukelt am Mobile… Manchmal bringen wir sie zusammen ins Bett. Ihr könnt euch sicher denken, dass es ihr so am Liebsten ist.

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Die Zeiten

Am Abend geht die Minnie um 20 Uhr herum ins Bett. Sie ist dann manchmal noch länger wach und erzählt mit ihren Kuscheltieren. Morgens wacht sie meist so zwischen 8 Uhr und 9 Uhr auf. Entspannt, oder?! Früher war es etwas eher am Morgen, aber jetzt, wo Minnie ihren Mittagsschlaf oft sausen lässt, hat sich diese Zeit eingependelt. Apropos Mittagsschlaf, den hab ich eigentlich nie so richtig eingeführt. Entweder die Minnie gibt mir zu verstehen, dass sie schlafen mag oder sie macht den Tag eben durch und der Mittagsschlaf fällt aus. Früher öfter und heute nur noch selten schläft sie gerne mal unterwegs ein. Am Liebsten im Auto aber sonst auch im Fahrrad oder im Kinderwagen/Buggy. Tagsüber zu schlafen war allerdings noch nie ihr Ding.

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Das ist sie also, Minnies Schlafgeschichte. Falls ihr noch Fragen habt, schreibt doch einfach ein Kommentar unter der Post oder eine Mail an susamamma@yahoo.com. Und mich interessiert wie immer, wie es im Vergleich bei euch so läuft. Habt ihr tolle Tipps für ein Einschlaf-/InsBettGeh-Ritual? Irgendein nettes Buch zum Vorlesen o.ä.? Die liebe ValeriaSophie hat übrigens auch einen interessanten Post zum Thema Kleinkindschlaf geschrieben. Schaut doch mal rein!

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Allzeit guten Schlaf, meine Lieben!